01.09.2014

THW trainiert Rettungsmaßnahmen nach Gasexplosion

Am Samstag trainierten die Einsatzkräfte des THW Lüdenscheid das fachgerechte anlegen von Decken- und Mauerdurchbrüchen für Rettungsmaßnahmen.

Am Samstag trainierten die Einsatzkräfte des THW Lüdenscheid das fachgerechte Anlegen von Decken- und Mauerdurchbrüchen für Rettungsmaßnahmen.

Das Eindringen in nicht mehr zugängliche Gebäude Gebäudeteile oder Räume für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen ist eine Kernkompetenz des Technischen Hilfswerk.

Das in der Ausbildung vermittelte Fachwissen ist umfangreich und umfasst neben der eigentlichen praktischen Arbeit die Baufachkunde und Gebäudestatik. Die Fachkräfte müssen im Vorfeld der Rettungsarbeiten erkennen und beurteilen, welche Gebäudekonstruktion vorliegt, tragende Wände müssen identifiziert werden, Versorgungsleitungen müssen erkannt und abgeschaltet werden und die Methode und der entsprechende Mittelansatz müssen bestimmt werden.

Für das Übungsszenario wurde eine Gasexplosion angenommen, bei der es zu einem Teileinsturz eines Gebäudes gekommen ist. Eine Person wird noch vermisst. Die Person wurde in einem nicht mehr zugänglichen Raum geortet. 

Nach einer Probebohrung in einer der Decken konnte die Konstruktionsweise der Gebäudedecke ermittelt werden. Durch die Probebohrung kann z.B. mittels Endoskopkamera der versperrte Raum untersucht und die Lage der vermissten Person festgestellt werden.

Im Laufe des Übungstages legten die THW Kräfte verschiedene Decken- und Mauerdurchbrüche an, um verschiedene Ausrüstung zum Einsatz zu bringen. So konnte das Gesamte Spektrum, der in den Bergungsgruppen vorhanden Einsatzgerätschaften, erprobt werden. Neben schweren Aufbruchhammern und Bohrgeräten kamen auch Sprengkeile, Motortrennschleifer und der Gesteinsbearbeitungssatz zum Einsatz.

Nach 7 Stunden harter Arbeit und etlichen Durchbrüchen konnten die THW´ler ein positives Fazit ziehen. Die Bergungsgruppen des Ortsverbandes Lüdenscheid konnten ihr Fachwissen erweitern und haben erfolgreich ihre Qualifikation für schwere Bergungseinsätze unter Beweis gestellt.


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